Der polnische Jude Janusz Korczak, geboren 1878, mit bürgerlichem Namen Dr. med. Henryk Goldszmit, gab seine Arztkarriere auf, um sein pädagogisches und soziales Engagement als Erzieher von Waisenkindern zur Entfaltung zu bringen. Über 30 Jahre leitete er das jüdische Waisenhaus in Warschau. 30 Jahre Dienst an den Kindern, Jahre, die angefüllt waren von Kinderlachen und Hunderten von kleinen Pflichten. Aber er verstand es sich den Kindern zu nähern, mit ihnen umzugehen. Die Herrschaft der Nationalsozialisten warf ihre Schatten voraus. 1940 erfolgte der Umzug des Waisenhauses ins Warschauer Ghetto. Die Lebensbedingungen waren katastrophal, doch Korczak stellte sich immer wieder schützend vor „seine Kinder“. Sie sollten keine Angst haben müssen, vor dem was passieren würde. Am 05. August 1942 begleitete er seine zweihundert Zöglinge in das deutsche Vernichtungslager Treblinka, wo sich seine Spur verliert. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Polizeikommissariat Westerstede, dem Theater Laboratorium sowie der Initiative gegen das Vergessen durchgeführt.
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